19. Juli 2026
Fahrzeugschein richtig lesen, um das richtige Teil zu bestellen
Die Felder, die wirklich zählen
Der Fahrzeugschein (offiziell Zulassungsbescheinigung Teil I) hat Dutzende Felder, aber für das richtige Ersatzteil braucht man in der Praxis nur wenige. Feld P.1 zeigt den Hubraum in cm³: Er entscheidet zusammen mit der Motorkennung, welche Teilefamilie (Filter, Steuerkette, Dichtungen) passt — zwei Versionen desselben Modells mit unterschiedlichem Hubraum verbauen oft unterschiedliche Komponenten, auch wenn sie auf den ersten Blick wie derselbe Motor aussehen. Feld P.2 gibt die Motorleistung in kW an: Sie ändert das Teil nicht direkt, bestätigt aber die genaue Motorvariante, wenn mehrere denselben Hubraum haben. Feld P.3 nennt die Kraftstoffart (Benzin, Diesel, Autogas, Hybrid): Ein Fehler hier führt direkt zu einem völlig unpassenden Teil — ein Dieselfilter passt nicht an einen Benziner, und umgekehrt.
Diese Codes sind übrigens nicht deutsch, sondern EU-weit harmonisiert: Dieselben Feldnummern P.1 und P.3 stehen genauso auf einer italienischen carta di circolazione oder einem spanischen permiso de circulación — praktisch, wenn ein Teil aus einem anderen EU-Markt kommt.
HSN/TSN — der deutsche Bonus
Zusätzlich zu den EU-Feldern trägt der deutsche Fahrzeugschein die Herstellerschlüsselnummer (HSN) und die Typschlüsselnummer (TSN), meist in Feld 2.1 und 2.2. Zusammen identifizieren sie die exakte, beim Kraftfahrt-Bundesamt hinterlegte Fahrzeugvariante — genauer als Marke und Modellname allein, und oft der schnellste Weg, um online oder beim Teilehändler die richtige Ausführung zu bestätigen, besonders bei Modellen mit vielen Motor- oder Ausstattungsvarianten.
Typische Fehler
Der häufigste Fehler ist die geratene Kraftstoffart: Ein Fahrzeug kann nach der Zulassung auf Autogas umgerüstet worden sein, und der aktualisierte Fahrzeugschein zeigt das — aber am Telefon vergisst ein Kunde das oft zu erwähnen. Der zweite häufige Fehler ist, das Erstzulassungsjahr mit dem Modelljahr zu verwechseln: Ein 2020 zugelassenes Auto kann noch einen Motor oder eine Ausstattung aus dem vorherigen Produktionszyklus haben — deshalb schlägt die Motorkennung im Zweifel immer das Jahr. Der dritte, subtilere Fehler: die "verkaufsübliche" Hubraumangabe (zum Beispiel "1.6") statt des genauen cm³-Werts aus dem Fahrzeugschein zu lesen, der zwischen Motoren derselben Baureihe, aber unterschiedlicher Fertigung, um einige cm³ abweichen kann.
Wie Ricambio das Foto liest (und was nicht gespeichert wird)
Bei Ricambio kannst du ein Foto des Fahrzeugscheins hochladen, statt die Felder von Hand abzutippen: Das System erkennt Marke, Modell, Hubraum, Kraftstoffart und Motorkennung direkt aus dem Bild und nutzt sie, um das Teileblatt zu erstellen. Das Bild wird nur zum Auslesen des Fahrzeugs verarbeitet und nicht gespeichert — derselbe Grundsatz gilt für das Kennzeichen, falls es im Bildausschnitt zu sehen ist. Wenn der aus dem Foto gelesene Motor nicht stimmt (etwa nach einer Autogas-Umrüstung, die noch nicht im Dokument steht), kannst du ihn vor der Suche manuell korrigieren: Die Kraftstoffart lässt sich im Suchformular immer von Hand anpassen.
Es reicht, wenn die Felder P.1, P.3 und die Motorkennung scharf und ohne Spiegelungen zu lesen sind — das ist die häufigste Ursache für eine falsche Erkennung, nicht die Kameraqualität. Und die Oberfläche ist komplett auf Deutsch: vom Foto bis zum fertigen Teileblatt läuft alles in deiner Sprache.
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